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Zuerst denken, dann kaufen!

Die Versuchung ist groß: eine Rolex um zehn Euro, im Dutzend billiger. Zu einem ähnlichen Bettel Louis-Vuitton-Täschchen, Adidas-Turnschuhe und Lacoste-Polos. Märkte für nachgemachte Markenartikel gibt es in der nahen Türkei genauso wie im fernen Thailand. Das Angebot ist ebenso groß wie die Nachfrage reißend: Gleich en Gros wird da gekauft und heimgeschleppt, ungeachtet der Qualität. Aber Achtung beim Zoll: Sie bekommen arge Scherereien, wenn die Zöllner argwöhnen, dass Sie die Sachen weitergeben, Sie dürfen das Zeug noch nicht einmal verschenken. Dann wird die Ware beschlagnahmt und der Markeninhaber verständigt, der Ihnen ein ziviles Strafverfahren anhängen kann.

Recht kompliziert sind die Regelungen für Tiere und Pflanzen. Sie dürfen zum Beispiel für den Eigenbedarf ein Kilo Blumenzwiebeln aus Europa bzw. den Mittelmeeranrainerstaaten einführen, Weinreben, Citrus- oder Bonsaibäumchen hingegen gar nicht. Weiters gelten Einfuhrverbote für Fleisch- und Milchprodukte aus allen Ländern außerhalb der EU mit Ausnahme der skandinavischen Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Für alle anderen Lebensmittel (Obst und Gemüse, Fischprodukte, Imkereierzeugnisse) gelten Mengenbegrenzungen. Andere landläufige Waren dürfen Sie bis zu einem Wert von 300 Euro – respektive 430 Euro für Flugreisende – einführen.

Was Sie jedoch nie und nimmer dürfen: gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen verstoßen – egal ob bewusst oder völlig ahnungslos. Im Rahmen dieses internationalen Vertrags, der von fast 170 Staaten unterzeichnet wurde, ist der internationale Handel mit rund 5000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten stark beschränkt bis verboten. Die Strafen sind heftig: Die Ware wird konfisziert und Sie erhalten eine Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde beziehungsweise beim Gericht, falls die eingeführte Ware im Anhang A gelistet, also besonders streng geschützt ist. Die Mindeststrafe für ein Artenschutzvergehen liegt bei € 726,-, bei gravierenden Verstößen können bis zu € 36.336,- verhängt werden. Es nicht gewusst zu haben, nützt Ihnen nichts.

Also Hände weg von Tieren, in lebender Form sowie verarbeitet und auch von Pflanzen: Fast alle Kakteen, Orchideen, Euphorbien, Aloen, Agaven und Bromelien sowie verschiedene Palmenarten sind ebenfalls streng geschützt. Nähere Infos unter www.artenschutz-online.de. Man kann leicht in die Falle tappen: Selbst wenn Sie einen Kaktus im Supermarkt kaufen, brauchen Sie unter Umständen ein Artenschutzzertifikat. Selbst wenn am einsamen Strand Aberhunderte von Riesenmuschelschalen herumkugeln, machen Sie sich beim Versuch der Einfuhr einer einzigen nach Österreich nach den Artenschutzbestimmungen strafbar. Auch nützt Ihnen die Ausrede nichts, dass man Mitbringsel dieser Art überall im Urlaubsort zum Kauf angeboten hat – wie beispielsweise Ketten aus schwarzen Korallen in der Karibik.

Info

Bundesministerium für Finanzen:

www.bmf.gv.at/Zoll

 

Text: Anita Ericson
Fotos: ZZF/Schramm

 

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