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Der Klapotetz verscheucht mit seinem Geklapper die Vögel aus den Weinbergen.Steirisch Herbst‘ln

Lange dauert der Herbst in der Steiermark. Und damit die Erntezeit: Gäste sind eingeladen, mit dabei zu sein, wenn die Früchte des Jahres eingebracht werden.

Leuchtend goldrote Herbstblätter und die letzten wärmenden Sonnenstrahlen hüllen die Steiermark vom Norden rund um den Dachstein bis ins hügelige Weinland im Süden in eine wohlig-warme Stimmung. Der „Altweibersommer“ bleibt bis Ende Oktober im Land – während es in anderen Regionen schon kalt geworden ist und die Natur zum Rückzug ruft, lässt man sich in der Steiermark noch die letzten Sonnenstrahlen auf die Nase scheinen.

Jetzt ist aber auch Erntezeit, hier klappern die Mühlen, dort blubbert die Maische, drüben quietscht die Saftpresse. Nachdem sich immer mehr Gourmets nicht bloß für das Endprodukt interessieren, sondern für den ganzen Werdegang der typischen steirischen Köstlichkeiten rund um Apfel, Kürbis, Wein & Co, stellt man in der Steiermark nun den Herbst unter ein kulinarisches Motto: Gäste werden eingeladen, das fruchtbare Land über seine regionstypischen Spezialitäten umfassend zu erleben. Dazu gehört das Mitdabeisein, wenn die Ernte eingebracht und die Produkte verarbeitet werden – der Blick hinter die Kulissen und die Begegnung mit den Gastgebern lassen die Wertschätzung für das, was man isst und trinkt, in die Höhe steigen. Den stimmungsvollen Rahmen dazu bieten die herbstliche Landschaft und zahlreiche fröhliche Brauchtumsveranstaltungen zum Thema Erntedank. Es sind Erlebnisse, die man gerne als Erinnerung mit nach Hause nimmt, wie die eine oder andere Leckerei, die mit Sicherheit im Kofferraum landet.

besser REISEN Info
Herbsttipps Steiermark

(c) Steiermark Tourismus_ikarus.ccEnnstaler Almdiplom

Die „Roas“, wie die Steirer so schön sagen, beginnt im Naturparkhaus Schloss Großsölk. Beim Besuch der Sonderausstellung „Das Gold der Almen“ erfahren Besucher Wissenswertes über den Ennstaler Steirerkas – gemeinsam mit einem speziell ausgebildeten Almführer geht es danach auf eine Alm. Hier bekommt man beigebracht, was eine Sennerin aus dem Effeff beherrscht: wie melkt man Kühe, wie bäckt man Krapfen, welche Pflanzen wachsen da, und wie geht man mit den Tieren um. Nach bestandener Prüfung gibt’s das original Ennstaler Almdiplom. www.schladming-dachstein.at

ManufakTour, MixTour und NaTour

Das Thermenland Steiermark lässt sich auf drei kulinarischen Touren erleben: der ManufakTour im Norden, der MixTour in der Regionsmitte und der NaTour im südlichen Teil. Alle drei Routen sind als Rundkurs angelegt – so kann der Gast an jedem beliebigen Ort einsteigen bzw. die Route beenden. Auf jeder Tour können entweder zu Fuß, per Bus, mit der Vespa, dem Elektrofahrrad oder mit dem Oldtimer acht bis zehn Produzenten und Gastronomiebetriebe besucht werden. Wird jede Station der Route erkundet, so ist man einen guten Tag lang unterwegs und kann die Gerichte gleich vor Ort verkosten. Auch thematisch wurden die drei RezepTouren unterschiedlich konzipiert: Während die ManufakTour unter dem Motto „Reife“ steht, beinhaltet die MixTour viel „Schräges“, und die NaTour verspricht „Freches“. www.thermenland.at

Die Kühe genießen vor der Kulisse der mächtigen Dachsteinsüdwand die letzten Spätsommertage.Herbstreigen in der Lipizzanerheimat

In der Lipizzanerheimat im Südwesten geht es traditionellerweise im Herbst hoch her. Aushängeschild der unter dem Titel „Herbstreigen in der Lipizzanerheimat“ zusammengefassten Veranstaltungen ist der Almabtrieb der Junghengste. Kulinarisch besonders spannend sind u. a. das Voitsberger Käsefest, die Stürmische Wanderung in Ligist, das Mooskirchner Winzerfest oder das Wildbretfest in Gallmannsegg. www.lipizzanerheimat.com

Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Wer Lust bekommt, steirische Volkskunst selbst auszuprobieren, kann im Freilichtmuseum Stübing beim Brotbacken, Korbflechten oder Spinnen selbst Hand anlegen. www.stuebing.at

Die kulinarischen Aushängeschilder der Steiermark heißen Wein, Kürbis und Apfel. Alle drei sind im Herbst erntereif.Naturpark Auszeit

Das Rahmenprogramm fürs Rundum-Wohlbefinden liegt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen direkt vor der Haustüre, lässt sich erwandern, erradeln oder genussvoll erfahren. Das stille Alternativ- zum steirischen Aktivprogramm bietet die Naturpark-Auszeit, die auf ganz spezielle Weise ganzheitliche Heilkraft für Körper, Geist und Seele verspricht. www.naturpark-auszeit.at

 

Text: Redaktion
Fotos: Steiermark Tourismus/ikarus.cc (2), Harry Schiffer, Herbert Raffalt