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Andalusien: Costa tropical

Der Küstenstreifen der Costa tropical ist ein weniger bekanntes Fleckerl spanischer Küste. Trotz feinster Strände ist es hier sehr gemütlich geblieben. Im Hinterland locken die wunderbaren Berglandschaften der Sierra Nevada sowie die großartige Stadt Granada zu Entdeckungen.

Die Costa tropical

Costa Tropical

Laut knistert das Schilf im Wind. Sanft bewegt es sich hin und her. Ein idyllischer Anblick mit dem dunklen Strand im Hintergrund. „Nein, nein“, lacht Juan Manuel, „das da unten ist Zuckerrohr.“ Zuckerrohr hier, in Europa – das ist wohl ein Scherz? Reiseguide Juan Manuel freut sich über die ungläubig aufgerissenen Augen: „Das ist wirklich Zuckerrohr, das brachten die Mauren vor fast 1.000 Jahren aus Afrika zu uns. Bis vor kurzem hatten wir sogar noch eine eigene Rumdestillerie.“ Die Costa tropical trägt ihren Namen also nicht aus reiner Koketterie? „Wir haben hier nicht nur ein gutes Klima mit viel Sonne, wenig Wind und hohen Temperaturen, wir haben ein eigenes Mikroklima mit subtropischem Charakter. Einzigartig in Europa! Das da drüben sind beispielsweise Avocadobäume, und auf den Bäumen mit den ganz dunklen Blättern wachsen Cherimoya.“

Die weithin sichtbare Sierra Nevada hält dem Küstenstreifen der Provinz Granada das schlechte Wetter vom Leib. Tagestemperaturen von an die 20 Grad im tiefsten Winter, wenig Regen, aber wasserreiche Gebirgsflüsse für die Bewässerung. In einer Stunde ist man am Skilift, während hier herunten die Mangos reifen. Der Obstbau ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in Salobreña. Der langgezogene Strand dafür, obwohl von feinster Ferienrelevanz, hat sich viel Ursprünglichkeit bewahrt, gerade in der Mitte klecksen ein paar Apartment-Häuser klobige Flecken in die Landschaft.
Das liegt an der rigorosen Bauordnung und an den strengen Flächenwidmungsplänen. Lässt man den Blick vom Fort aus schweifen, um das sich der alte Ortskern in maurischem Gassengewirr wickelt, sieht man keine touristischen Wolkenkratzer, aber viel wogendes Grün.

Fährt man indes eine Bucht weiter, kommt Almuñécar, das Badezentrum an der Costa tropical, in Sicht. 90 Prozent der Betten der Costa tropical stehen in Almuñécar, was natürlich nicht ausschließlich mit kleinen Pensionen abgedeckt ist. Trotzdem findet man an einigen der mehr als zwei Dutzend Strände Almuñécars noch naturgegebene Schönheit mit zackigen Felsen, dicht begrünten Hügeln oder terrassierten Bergfeldern im Hintergrund. Eine Autostunde vom internationalen Flughafen Málaga entfernt, allerdings in die Gegenrichtung der meisten anderen Touristen, kann man erahnen, wie schön es vor der Ankunft der Massen an den spanischen Küsten gewesen sein muss.

Die Sierra Nevada

Sierra Nevada heißt „schneebedecktes Gebirge“ – zwischen November und Mai macht es seinem Namen alle Ehre.

Reisebusse schlängeln sich die Bergstraße hinauf, hinter jedem Bus bildet sich bald eine träge Autokolonne. Eine Stunde dauert die Reise von der Küste hoch nach Órgiva, dem kleinstädtischen Zentrum der Alpujarras, wie man die Region an der Südseite der Sierra Nevada nennt. Von hier geht es noch ein Stück weiter bergauf. Olivenhaine und Orangengärten, Mandelpflanzungen und Feigenbäume säumen rechts und links die Straße. Wälder gibt es längst nicht mehr, und der Blick geht frei und unverstellt bis zu den höchsten Gipfeln der Sierra. Erreicht man das Tal der drei Dörfer Pampaneira, Bubión und Capileira, tut sich eine magische Aussicht auf: Wie Adlerhorste kleben die blendend weißen Dörfer eines über dem anderen am steilen Berg. Hier lebt man vom Tourismus, was der Abwanderung entgegenwirkt – im Frühjahr und Herbst kommen die Wanderer und im Sommer die Urlauber, die einen Tagesausflug von der Küste gebucht haben.
Abseits dieser Aufmarschroute nach Capileira sind die Alpujarras sehr rustikal geblieben. Pferde und Esel werden am Abend im Erdgeschoss der Häuser sicher verwahrt. Ganze Dörfer riechen nach „jamón“, dem rohen Schinken, der in Lagerhäusern in langen Reihen getrocknet wird. Alte Männer mit Sakko, Stock und Hut von der oberen Dorfhälfte beäugen misstrauisch alte Männer mit Hut, Stock und Sakko vom unteren Viertel.

Die Calle Calderería in Granada trägt den Spitznamen Teestraße und vermittelt orientalisches Flair.Die Alhambra & die Stadt Granada

7.700 Besucher täglich sind zugelassen. Die Eintrittskarte gibt’s für den Vormittag, den Nachmittag oder den Abend, für den Zutritt zum eigentlichen Palast erhält man eine genaue Zeit zugeteilt, die am Ticket vermerkt ist. Verpasst man diese halbe Stunde, muss man eine neue Eintrittskarte kaufen, und zwischen Mitte März und Ende Oktober wäre es ein Wunder, bekäme man noch eine. Die Rede ist natürlich von der Alhambra, einem der bedeutendsten Monumente der Weltarchitektur. Der Nasridenpalast der maurischen Eroberer Spaniens beschämte zu seiner Zeit das christliche Europa mit Prunk und Glanz. Während der Rest des Kontinents im tiefsten Mittelalter steckte, besaßen die Sultane in ihrem Palast Toiletten mit Wasserspülung, und im Hamam ließen sie sich beim Bad von Musikanten entspannen. Im Inneren der abweisenden Mauern entfaltet sich pralle maurische Ästhetik: Stuckarbeiten, feiner als Omas gelungenste Häkeldecke, gegossen aus einer Mischung aus Alabaster, Marmor und Gips. Wandfliesen in den klaren Farben Blau, Grün, Rot und Gelb – Blau wie Himmel und Paradies, Grün wie die Natur, Rot wie Blut und Familie, Gelb wie Geld und Macht. Der Sultansthron unter einer gewaltigen Kuppel aus Zedernholz. Plätschernde Wasser und üppige Gärten. Die Alhambra fasziniert bis heute.
Nur ein Bruchteil ihrer Besucher bleibt länger. Schade, schade für sie, Granada ist eine tolle Stadt. Alte Villen mit aristokratischen Zypressen- und Palmengärten, die weit über ihre schützenden Steinmauern hinaus Schatten spenden. Lauschige Patios und von Cafés gesäumte Plätze, Teehäuser und marokkanisches Flair in der Calle Calderería, mächtige Kirchen und dichtes Gassengewirr im alten Viertel Albaycín. Alles im Blick hat man vom Mirador San Nicolás: die Stadt zu Füßen, die ganze ausgedehnte Anlage der Alhambra vor Augen, die Gipfel der Sierra Nevada im Hintergrund – und mit etwas Glück Flamencoklänge im Ohr. Olé!

besser REISEN Info

Tropischer Fruchtsalat

Einer der Platzhirsche in Salobreña ist das Restaurant El Peñón, direkt am Hauptstrand auf einem kleinen Felsen schon fast im Meer. Die Küche ist so hervorragend wie das Setting, unsere spezielle Empfehlung gilt dem tropischen Salat aus lokalen Zutaten. www.restauranteelpenon.es

Hippieschick

Jeden Donnerstag findet in Órgiva in den Alpujarras ein Wochenmarkt statt. Das Angebot ist sympathisch unspektakulär: Kleidung, Decken, Schuhe, Haushaltswaren, Obst und Gemüse. Sehenswert sind jedoch die Leute: Zwischen den typischen Marktstandlern und Bauern schieben sich hyperbunte Hippies durchs Gedränge, die hier in der Gegend in der größten alternativen Kommune Spaniens leben.

Alhambra sehen

Die Tickets werden für Vor-, Nachmittag oder Abend ausgestellt, für den Zugang zum eigentlichen Palast ist die genaue Uhrzeit zu beachten! Buchen Sie die Tickets unbedingt im Vorhinein, sie sind oft wochenlang im Voraus ausverkauft. Genauere Infos unter www.alhambradegranada.org/de, Buchungen unter www.ticketmaster.es (im Suchfeld Alhambra eingeben).

Text: Anita Ericson
Fotos: Shutterstock


Information & Buchung unter:

www.cityairporttrain.com Normal 0 21 false false false DE-AT X-NONE X-NONE
 
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