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Die Gemeinde Barolo ist namensgebend für den aus der Nebbiolotraube gekelterten Wein. Ihr mittelalterliches Schloss fügt sich nahtlos in die kopfsteingepflasterten Gässchen ein.Italien in aller Ruhe

Goethe war nicht hier, und sein Schweif an Nachahmern zog und zieht am Piemont vorbei. Gut so.

Der junge Mann blickt vom Moped auf und schmettert ein gar nicht schüchternes „Ciao bella!“ unter seinen dichten Brillantinelocken hervor. Die damit gemeinte rassige Schönheit wirft ihm einen tiefgründigen Blick zu und biegt mit wiegenden Hüften um die Ecke. Ein paar nicht mehr allzu junge Männer nehmen das Geschehen bei einem süffigen Roten wohlwollend zur Kenntnis. So soll es sein. Zustimmendes Nicken. Ein kräftiger Schluck, und die Altherrenrunde kommt wieder auf den Streit zwischen Bürgermeister und Pfarrer zu sprechen, von dem keiner mehr so richtig weiß, worum es eigentlich geht.

Im Herbst haben die Winzer alle Hände voll zu tun – aber das ist ja in allen Weinbaugebieten so. Hier erfreut man sich jedenfalls noch angenehmen Wetters, wenn anderswo bereits Stürme toben. Wer braucht schon die Toskana?

Das Piemont liegt im äußersten Nordwesten Italiens, es grenzt an Frankreich und die Schweiz, aber schon hier, weit weg vom echten Süden, überkommt einen dieses wunderbare Italien-Feeling aus warmer Luft, Pasta & Barolo. Wozu weiter reisen? Bleiben wir im Piemont, konkret im Hügelgebirge des Monferrato, des Roero und der Langhe, das sich sanft zwischen den schroffen Alpen und dem Apennin erhebt. Nur zwei Städte, Asti und Alba, unterbrechen mit ihrer mittelalterlichen Schönheit das wellige Bild aus Hügeln und zeitvergessenen Dörfern.

Meist liegt ein dunstiger Schleier über den Anhöhen, der Horizont verliert sich im Grau. Von Mai bis September ist es oft so heiß, dass Eidechsen den Schatten suchen. Es ist eine Kunstlandschaft: an Kunst reich und künstlich. Mit Ausnahme der Wälder haben die Menschen jeden Quadratzentimeter an Boden selbst gestaltet, die Bauern haben die Landschaft als Weingärten, Obsthaine, Wiesen und Felder gezähmt. Die höchsten Punkte der Hügel dominieren die Dörfer mit ihren trutzigen – ja was sind das eigentlich genau: Burgen? Palazzi? Kastelle? Kirchen? Schlösser? Die massiven Bauten verweisen auf kriegerische Zeiten und strafen die Lieblichkeit der Landschaft Lügen. Sie sind von allem etwas: frühromanische Aussichtstürme aus den wilden Zeiten der Sarazeneneinfälle und romanische Kirchen aus etwas friedlicheren Tagen, als dem Bauherrn sämtliches Land gehörte, das er von seiner Hügelkuppe aus überblicken konnte – vorausgesetzt, er baute eine Kirche. Gotische Klöster und Palazzi, Burgen aus der Ritterzeit, als jeder, der ein Schwert besaß, eine Adelsherrschaft errichten durfte, und Schlösser, die aristokratische Familien auf den Grundmauern von Burgen errichten ließen.

Costigliole d’Asti ist zwar nur ein kleines Dorf, doch mit seinen ausgedehnten Rebflächen zählt es zu den größten Weinbaugemeinden Italiens. Es wird von einem Schloss beherrscht, dessen Grundmauern auf das 14. Jahrhundert zurückgehen.Mon Chéri und Nutella

Im dunklen Mittelalter begann der Aufstieg verschiedener Grafen, allen voran der französischstämmigen Savoyer. Sie setzten der Macht der Stadtstaaten, die im übrigen Italien Kunst und Kultur an sich banden, ein starkes Landadeltum entgegen, und insofern ist das Piemont doch eine Ausnahme: Baukunst und Malerei konnten sich hier wesentlich breiter entfalten. Die Savoyer verleibten sich nach und nach das ganze Piemont ein und brachten es bis zum Königstitel. Die opulente barocke Residenzstadt Turin ist ihr Meisterstück.

Am besten definiert sich das Piemont über seine Kulinarik: Die Weine Barolo und Barbaresco, schwer und kraftvoll, gehören zu den großen Roten, gekeltert aus der autochthonen Nebbiolotraube. Ebenso heimisch sind die Trauben, aus denen die Winzer den fruchtigeren Barbera vinifizieren oder den frischeren Dolcetto. In den meisten der im Familienbesitz befindlichen Weingüter ist mittlerweile die junge Generation am Ruder, was sich in einem bemerkenswerten Qualitätsanstieg – vom Tischwein bis zum Premiumtropfen – ausdrückt. Auch Weiße finden sich zunehmend in den zahlreichen Enotecas (Vinotheken), eine Sonderstellung nimmt der Moscato d’Asti ein, ein süßer Sekt aus früh gelesenen Muskatellertrauben.

Mindestens so berühmt wie seine Weine sind die Trüffeln des Piemont. Angeblich sind sie die besten überhaupt, und kein Haubenrestaurant weltweit, das ohne sie auskommen möchte. Wenn wir schon bei kulinarischen Stars sind: Allenthalben säumen Haselnusssträucher und Kirschbäume die Straßen und Weingärten. Im Nutella-Glas bzw. eingewickelt in Mon-Chéri-Glanzpapier sind auch sie zu Ehren gelangt – Alba ist der Stammsitz der Firma Ferrero, direkt an der Quelle. Sie wissen schon: Mon Chéri, das sind die mit der Piemontkirsche.

besser REISEN Info
Piemont

Köstlich schlemmen

Das Piemont ist wohlversorgt mit Gasthäusern und Restaurants, es wäre ausgesprochenes Pech, würden Sie eines finden, in dem Sie nicht gut essen. Unsere speziellen Tipps:

  • La Crota
    Dorfgasthof von Calosso mit tollem Ausblick von der Terrasse. Wem es draußen zu heiß ist, der findet im Inneren ein kühles Gewölbe. Die Speisen sind entgegen den Erwartungen wenig deftig, die Küche mundet gerade auch dem feinen Gaumen.
  • San Marco
    Via Alba 136, Canelli
    Klingt – wenig vielversprechend – wie der Name einer Pizzeria, ist jedoch ein hochgelobter Feinschmeckertempel im kleinen Städtchen Canelli. www.sanmarcoristorante.net
Mehr Infos

www.piemonteitalia.eu

 

Text: Anita Ericson
Fotos: Shutterstock

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eit 2003 bietet der City Airport Train (CAT) die schnellste Nonstop-Verbindung direkt ins Zentrum von Wien. In nur 16 Minuten verbindet er den Flughafen mit dem Bahnhof Wien Mitte, einem optimalen Verkehrsknotenpunkt in der City. Der CAT verkehrt 365 Tage im Jahr, täglich im Halbstundentakt von 05:36–23:36 Uhr. Pünktlichkeit wird groß geschrieben: Sie liegt bei 98,56 Prozent.

Der CAT ist nicht nur der schnellste Weg zum Airport, er ist auch der bequemste. Der City Check-In bietet für Passagiere von rund 80 Prozent aller am Flughafen Wien abgefertigten Flüge die Möglichkeit, bereits vorab in Wien Mitte ihr Gepäck abzugeben und die Bordkarte zu lösen. Ein Einchecken ist bis spätestens 75 Minuten vor Abflug möglich – ausgewählte Airlines bieten auch einen kostenfreien Vorabend Check-In an.

Mit der kürzlich erfolgten Neueröffnung des Bahnhofes Wien Mitte wurde die Check-In Halle zudem erweitert. Sie bietet nun einen direkten Zugang zum Einkaufszentrum Wien Mitte – The Mall,  einen Infoschalter plus eine eigene CAT-Lounge für alle wartenden Passagiere.


Besonders interessant für ankommende Passagiere ist das Kombi-Ticket (CAT Ticket und 24-, 48- oder 72-Stunden-Karte der Wiener Linien), das an den CAT-Terminals, an den Vorverkaufsautomaten, im Webshop der Wiener Linien sowie auf der CAT Homepage erhältlich ist. Der direkte Transfer ins Zentrum und eine reibungslose Weiterreise bieten den Fahrgästen einen deutlichen Mehrwert und Komfortgewinn.


Information & Buchung unter:

www.cityairporttrain.com Normal 0 21 false false false DE-AT X-NONE X-NONE
 
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